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  Edelkrebsprojekt NRW
 

Der Angelsportverein Bochum Ruhr 1935 e.V. unterstützt das 

Edelkrebsprojekt NRW  


Die beiden heimischen Flusskrebsarten Edelkrebs und Steinkrebs gelten in NRW als „stark gefährdet“ bzw. „vom Aussterben bedroht“. Neben der Gewässerverschmutzung und dem Ausbau der Gewässer war v.a. eine aus Amerika eingeschleppte Pilzerkrankung für den erschreckenden Rückgang der Flusskrebse verantwortlich.

Der seuchenartige Verlauf der Krankheit und das massenhafte Sterben von Flusskrebsen brachte ihr den Namen „Krebspest“ ein. Aber erst durch die Einführung amerikanischer Flusskrebsarten, die gegenüber der Krankheit weitgehend immun sind, diese aber übertragen, konnte sich die Krebspest in Europa dauerhaft etablieren. Die heute in unseren Gewässern weit verbreiteten amerikanischen Flusskrebsarten bilden den Ausgangspunkt für weitere Ausbrüche. Eine Verbreitung der Krankheit erfolgt häufig unbewusst durch den Menschen.

Eine zusätzliche Gefahr besteht in der z.T. durch den Menschen geförderten Ausbreitung der nicht heimischen Flusskrebse und der damit verbundenen Verdrängung der biologisch unterlegenen heimischen Arten. Das zunehmende Interesse an Flusskrebsen in der Aquaristik und der unkontrollierte Verkauf über den Zoofachhandel spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Durch die Ernährung von totem tierischem und pflanzlichem Material nimmt der Flusskrebs als eine Art „Gesundheitspolizei“ eine wichtige Position im Gewässer ein. Dieser Nutzen für die gesamte Lebensgemeinschaft sollte erhalten bleiben.

Ein wichtiger Schritt zu diesem Ziel ist die möglichst genaue Erfassung der heimischen Flusskrebse (Edelkrebs und Steinkrebs) aber auch der nicht heimischen Flusskrebsbestände in gesamt NRW, die derzeit nur bruchstückhaft vorliegt. Dazu werden umfangreiche Befragungen u.a. von Fischereiberechtigten, Behörden und Tauchern durchgeführt, um die teilweise nur regional bekannten Daten zu sammeln. Ergänzend dazu untersuchen geschulte, ehrenamtliche Kartierer Gewässer auf Flusskrebsvorkommen bzw. überprüfen eingegangene Meldungen. 

Eine solche Datengrundlage ist zur Risikoabschätzung einer „Krebspestübertragung“ oder einer Einwanderung nicht heimischer Arten notwendig. Nur so kann z.B. die Eignung von Wiederansiedlungsgewässern oder Teichanlagen zur Edelkrebsproduktion abgeschätzt werden. Das Projekt dient für derartige Fragestellungen auch als Beratungsstelle und kann regionale Projekte fachlich begleiten.

Träger des Projektes sind der Naturschutzbund Deutschland Landesverband NRW und der Fischereiverband NRW. Die Finanzierung wird durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Landes Nordrhein-Westfalen (Mittel aus der Fischereiabgabe), die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung und die Erftfischereigenossenschaft sichergestellt. Neben dem Verband der nordrhein-westfälischen Fischzüchter und Teichwirte, dem europäischen Netzwerk CRAYNET, dem Forum Flusskrebse und der Stadt Köln konnte der Tauchsportverband NRW und der Aquazoo Düsseldorf als Unterstützer bzw. als Kooperationspartner gewonnen werden. Die Durchführung des Projektes erfolgt durch die Projektleitung und eine Projektgruppe, die sich aus ehrenamtlichen Interessierten zusammensetzt. Die Finanzverwaltung hat der NABU Stadtverband Köln übernommen.

Edelkrebsprojekt NRW
Dr. Harald Groß (Projektleiter)
Neustraße 7 – 53902 Bad Münstereifel
Tel.: 0 22 53 / 96 08 59 – Fax: 0 22 53 / 96 08 63
E-Mail: info@edelkrebsprojektNRW.de

Ansprechpartner im Verein ist Frank Neuberg


 
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